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Parkett, Kork, Bambus, Laminat - Verlegung auf Fussbodenheizung

Sehr geehrte Kundschaft.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen Hinweise zur Verlegung von Parkett, Kork, Bambus und Laminat auf Fußbodenheizung geben. Diese Frage beschäftigt sehr oft - hier können Sie nun einige Ratschläge aus unserer Erfahrung einholen sowie Herstellerempfehlungen einsehen bzw. als PDF-Datei downloaden.
Diese Dokumentation sowie die Empfehlungen der Hersteller geben einen Querschnitt an Möglichkeiten wieder erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Rechtsansprüche aus den Niederschriften können nicht abgeleitet werden.

Parkett auf Fußbodenheizung
Kork auf Fußbodenheizung
Bambus auf Fußbodenheizung
Laminat auf Fußbodenheizung

Parkett auf Fußbodenheizung

Grundsätzlich ist Parkett geeignet für die Verlegung auf Fußbodenheizung. Es müssen allerdings einige Punkte bei der Auswahl beachtet werden. Im einzelnen sind das:
 

A.
B.
C.
D.
E.
F.
 

Art der Fußbodenheizung
Holzart
Parkettart
Vorbereitung des Untergrundes
Klebstoffauswahl
Pflege
 

A.

Art der Fußbodenheizung
Der gebräuchliche Heizungstyp ist die so genannte Warmwasser-Fußbodenheizung. Dieser Typ hat sich bereits über viele Jahre bewährt und ist sehr gut für Parkettböden geeignet. Die maximal zugelassene Oberflächentemperatur beträgt 26°C. Auf keinen Fall sollten Sie Parkett auf eine Elektro-Fußbodenheizung verlegen. Bei solchen Heizungen ist ein gemäßigtes Auf- bzw. Abheizen nicht möglich. Die Temperaturschwankungen sind somit sowohl in der Intensität, als auch in der Geschwindigkeit zu hoch. Diese extremen Schwankungen könnten zu irreparablen Schäden Ihres Parkettbodens führen.
 

B.

Holzart
Die Auswahl der richtigen Holzart stellt einen sehr wichtigen Punkt dar. Holz ist ein hygroskopischer Baustoff. Es passt sich den jeweiligen raumklimatischen Bedingungen an (siehe auch Punkt F. Pflege). Es sollten folglich ruhige Hölzer ausgewählt werden, die möglichst wenig und langsam arbeiten. Sie sollten also ein niedriges differenzielles Quell- und Schwundverhalten haben.

Grundsätzlich gelten helle Hölzer als Problemhölzer. Dunkle Hölzer sind daher bei der Auswahl zu bevorzugen. Eine Fuge ist, auch wenn Sie nicht verschmutzt ist, durch das fehlende Licht (Schattenwurf) dunkel. Bei hellen Holzarten ist daher die optische Beeinträchtigung bei gleicher Fugenbreite wesentlich stärker als bei dunklen. Besonders die Holzarten Buche und Ahorn arbeiten (quellen und schwinden) sehr stark. Als besonders gut haben sich die meisten Exotenhölzer und Eiche erwiesen. Buche und Ahorn haben ein so hohes differenzielles Quell- und Schwundmaß und eine so kurze Holzfeuchtewechselzeit, dass wir diese 2 Holzarten als ungeeignet für den Einsatz auf einer Fußbodenheizung einstufen.
 

C.

Parkettart
Innerhalb der einzelnen Parkettarten sollten Ausführungen mit möglichst geringer Breite bevorzugt werden.
 

 

Massive Parkettarten Eignung
Mosaikparkett 8mm
Hochkantlamelle 10mm
Hochkantlamelle 22mm
Massivparkett 10mm
Stabparkett 15mm
Stabparkett 22mm
 

Massive Parkettarten Eignung
sehr gut
sehr gut
gut
wenig bis ungeeignet
gut
gut
 

 

3-schichtige Parkettarten Eignung
Forma SB 14mm
 

3-schichtige Parkettarten Eignung
gut
 

 

2-schichtige Parkettarten Eignung
Dominik junior extra 10mm
G-Park / SIPA Floor 10mm
Dua Design 10mm
Dominik Big Foot XL 10mm
Dominik Big Foot XXL 10mm
Dominik 6 12mm
Dominik Junior Line 10mm
Dominik Junior Hokala 12mm sehr gut
 

2-schichtige Parkettarten Eignung
sehr gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
 

 

Auch für die schwimmende Verlegung geeignetes Fertigparkett (Pepino – Forma) sollte bei einer Fußbodenheizung grundsätzlich vollflächig verklebt werden. Diese Verlegung verringert den Wärmedurchlasswiderstand erheblich und vereinfacht auch die Handhabung der Heizung (Gefahr der Kondenswasserbildung bei schwimmender Verlegung).
 

D.

Vorbereitung des Untergrundes
Grundsätzlich gelten alle Anforderungen eines ungeheizten Estrichs auch bei einem beheizten Estrich. Zusätzlich ist jedoch der Estrich unmittelbar vor der Verlegung nach einem bestimmten Schema aufzuheizen. Dies muss in schriftlicher Form festgehalten werden (Aufheizprotokoll des Zentralverbandes für Parkett).
Die Feuchtigkeit des Estrichbodens ist vor der Verlegung von Parkett zu prüfen. Grenzwerte sind zwingend einzuhalten. Bei Zementestrich beträgt dieser Grenzwert 1,8% bei Calziumsulfatestrich 0,3%.
 

E.

Klebstoffauswahl
Bei der Auswahl des Klebstoffes muss dessen Eignung für den Einsatz auf einer Fußbodenheizung berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind Klebstoffe mit einem möglichst geringen Schadstoffanteil zu bevorzugen. Vor allem bei der Verklebung großformatiger Elemente sollte der Klebstoff fadenziehend sein, um die Anzahl möglicher Hohlstellen zu minimieren. Moderne Klebstoffe können sowohl schadstoffarm als auch fadenziehend sein.
 

F.

Pflege
Hochwertige Versiegelungssysteme verhindern über lange Zeit das Eindringen von Staub und Schmutz. Zum Reinhalten genügt im allgemeinen Staubsaugen. Bei starker Verschmutzung sollten Sie mit einem gut ausgewrungenen Lappen wischen. Um die Schönheit der Oberfläche zu erhalten, ist der gelegentliche Einsatz eines geeigneten Pflegemittels erforderlich. Auch für eine intensive Grundreinigung stehen geeignete Mittel (Silopark Neutralreiniger) zur Verfügung.
Auf Grund der hygroskopischen Eigenschaften von Holz, sind die raumklimatischen Bedingungen von entscheidender Bedeutung für die Werterhaltung des Parkettbodens.
Auf die Einhaltung eines gesunden Raumklimas ist daher ein besonderes Augenmerk zu legen. Es sollten stets eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60% und eine Raumtemperatur von ca. 20°C herrschen.
Bei einer laufenden FBH ist es mit konventionellen Mitteln leider nicht möglich diese relative Luftfeuchtigkeit einzuhalten. Es muss daher ein, auf das Raumvolumen abgestimmtes, Luftbefeuchtungsgerät eingesetzt werden. Wird über einen gewissen Zeitraum eine relative Luftfeuchtigkeit von 45% deutlich unterschritten, so kann dies vor allem bei Fertigparkett zu dauerhaften Schäden führen.
Wir empfehlen Ihnen die Luftfeuchtigkeit mittels eines Hygrometers ständig zu überprüfen.
Bei Berücksichtigung all dieser Punkte werden Sie auch bei einer Fußbodenheizung über lange Zeit große Freude an Ihrem Parkettboden haben.
 

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Kork auf Fußbodenheizung

Grundsätzlich ist Korkparkett (Klebekork) als auch Kork-Fertigparkett geeignet für die Verlegung auf Fußbodenheizung. Es müssen allerdings einige Punkte bei der Auswahl beachtet werden. Im einzelnen sind das:
 

A.
B.
C.
D.
E.
 

Art der Fußbodenheizung
Korkparkett - Art
Vorbereitung des Untergrundes
Klebstoffauswahl
Pflege
 

A.

Art der Fußbodenheizung
Der gebräuchliche Heizungstyp ist die so genannte Warmwasser-Fußbodenheizung. Dieser Typ hat sich bereits über viele Jahre bewährt und ist sehr gut für Korkböden geeignet. Die maximal zugelassene Oberflächentemperatur beträgt 28°C. Auf keinen Fall sollten Sie Kork auf eine Elektro-Fußbodenheizung verlegen. Bei solchen Heizungen ist ein gemäßigtes Auf- bzw. Abheizen nicht möglich. Die Temperaturschwankungen sind somit sowohl in der Intensität, als auch in der Geschwindigkeit zu hoch. Diese extremen Schwankungen könnten zu irreparablen Schäden Ihres Korkbodens führen.
 

B.

Korkparkett - Art
Ausschlaggebend für die Eignung des Korkparkett Bodens auf Fußbodenheizung ist der Wärmedurchlasswiderstand. Korkparkett (Klebekork) als auch Kork-Fertigparkett liegen deutlich unter dem empfohlenen Grenzwert von 0,17 W/qmK.

Kork-Fertigparkett ist mit 0,13W/qmK gut für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet. Um bei Kork-Fertigparkett einen guten Wärmeübergang vom Heizestrich zum Kork Boden zu gewährleisten sollte der Untergrund möglichst eben sein.

Bei Korkparkett (Klebekork) mit 4mm Dicke ist der Wärmedurchlasswiderstand sogar erheblich geringer als bei Kork-Fertigparkett (0,05W/qmK). Daher ist dieser Bodenbelag für die Verlegung auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung geradezu prädestiniert.

Kork-Fertigparkett als auch Korkparkett (Klebekork) eignen sich jedoch nicht zur Verlegung auf anderen Arten von Fußbodenheizung wie z.B. Elektro-Fußbodenheizung.
 

C.

Vorbereitung des Untergrundes
Grundsätzlich gelten alle Anforderungen eines ungeheizten Estrichs auch bei einem beheizten Estrich. Zusätzlich ist jedoch der Estrich unmittelbar vor der Verlegung nach einem bestimmten Schema aufzuheizen. Dies muss in schriftlicher Form festgehalten werden (Aufheizprotokoll des Zentralverbandes für Parkett).
Die Feuchtigkeit des Estrichbodens ist vor der Verlegung von Korkparkett/Kork-Fertigparkett zu prüfen. Grenzwerte sind zwingend einzuhalten. Bei Zementestrich beträgt dieser Grenzwert 1,8% bei Calziumsulfatestrich 0,3%.

Vor der Verlegung von Kork-Fertigparkett auf Fußbodenheizung sollte eine 0,2mm starke PE-Folie (Dampfbremse) ausgelegt werden. Hierbei ist auf eine Überlappung der einzelnen Bahnen von mind. 20cm zu achten. Zusätzlich sind die Bahnen mit geeignetem Klebeband dampfdicht zu verkleben. In den Randbereichen ist die PE-Folie wannenartig nach oben zu ziehen. Das Abschneiden des Überstandes erfolgt nach der vollständigen Verlegung des Kork-Fertigparketts. 
 

E.

Klebstoffauswahl (nur bei Korkparkett - Klebekork)
Bei der Auswahl des Klebstoffes muss dessen Eignung für den Einsatz auf einer Fußbodenheizung berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind Klebstoffe mit einem möglichst geringen Schadstoffanteil zu bevorzugen. Die Auftragsmengen des Klebstoffs sind den Herstellervorgaben zu entnehmen und einzuhalten.
 

F.

Pflege
Hochwertige Versiegelungssysteme verhindern über lange Zeit das Eindringen von Staub und Schmutz. Zum Reinhalten des Korkparkettbodens genügt im allgemeinen Staubsaugen. Bei starker Verschmutzung sollten Sie mit einem gut ausgewrungenen Lappen wischen. Um die Schönheit der Oberfläche zu erhalten, ist der gelegentliche Einsatz eines geeigneten Pflegemittels erforderlich. Auch für eine intensive Grundreinigung stehen geeignete Mittel zur Verfügung.

Auf die Einhaltung eines gesunden Raumklimas ist ein besonderes Augenmerk zu legen. Es sollten stets eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60% und eine Raumtemperatur von ca. 20°C herrschen.

Bei einer laufenden Fußbodenheizung ist es mit konventionellen Mitteln leider nicht möglich diese relative Luftfeuchtigkeit einzuhalten. Es muss daher ein, auf das Raumvolumen abgestimmtes, Luftbefeuchtungsgerät eingesetzt werden. Wird über einen gewissen Zeitraum eine relative Luftfeuchtigkeit von 45% deutlich unterschritten, so kann dies zu Fugenbildung bzw. dauerhaften Schäden führen.

Wir empfehlen Ihnen die Luftfeuchtigkeit mittels eines Hygrometers ständig zu überprüfen.

Bei Berücksichtigung all dieser Punkte werden Sie auch bei einer Fußbodenheizung über lange Zeit große Freude an Ihrem Korkparkett/Kork-Fertigparkett Boden haben.
 

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Laminat auf Fußbodenheizung

Kann Laminat auf Fußbodenheizung verlegt werden? Die Frage kann man eindeutig mit „Ja“ beantworten, wenn einige Punkte beachtet werden.
 

A.
B.
C.
D.
E.
 

Art der Fußbodenheizung
Wärmedurchlasswiderstand
Dampfsperre
Oberflächentemperatur
Untergrund

 

A.

Art der Fußbodenheizung
Der gebräuchliche Heizungstyp ist die so genannte Warmwasser-Fußbodenheizung. Dieser Typ hat sich bereits über viele Jahre bewährt und ist sehr gut für Laminatböden geeignet. Grundsätzlich jedoch sollte der Lamiantboden durch den Hersteller für die Verlegung auf Fußbodenheizung freigegeben sein. Die maximal zugelassene Oberflächentemperatur sollte 26°C nicht überschreiten (auch hier die Angaben des Herstellers beachten). Auf keinen Fall sollten Sie Laminat auf eine Elektro-Fußbodenheizung verlegen. Bei solchen Heizungen ist ein gemäßigtes Auf- bzw. Abheizen nicht möglich. Die Temperaturschwankungen sind somit sowohl in der Intensität, als auch in der Geschwindigkeit zu hoch. Diese extremen Schwankungen könnten zu irreparablen Schäden Ihres Laminatbodens führen.

 

B.

Wärmedurchlasswiderstand
Der Wärmedurchlasswiderstand (WDW) gibt Auskunft über den Grad der Wärmedämmung eines Werkstoffes, je höher dieser Wert ist, umso höher ist die isolierende Wirkung und sollte im gesamten Aufbau der Oberbelagskonstruktion (Dampfsperre + Trittschall + Laminat) den Wert von 0,15 W/qmK nicht überschreiten.

Laminat hat laut Herstellerangaben einen Wert von 0,05 bis 0,10 W/qmK, und ist abhängig von Stärke und Materialdichte. Auch bei den Unterlagen bzw. der Trittschalldämmung gibt es unterschiedliche Werte im Wärmedurchlasswiderstand, die wiederum abhängig von Stärke und Material sind

Für die Wirtschaftlichkeit der Fußbodenheizung ist es aus diesem Grund wichtig, dass der gesamte Fußbodenaufbau (Dampfsperre, Trittschall, Laminat) den Gesamtwert von 0,15 W/qmK nicht überschreitet. Im schlimmsten Fall werden die mit Laminat ausgelegten Räume nicht mehr richtig aufgeheizt.

Haben Sie beispielsweise ein Laminat mit einem Wert von 0,07 W/qmK und eine Trittschalldämmung mit einem Wert von 0,5 W/qmK, so ergibt sich ein Wert von 0,12 W/qmK, hinzu kommt noch ein Wert, der nicht genau berechnet, aber durchaus berücksichtigt werden sollte, die dämmende Wirkung des Luftpolsters zwischen den einzelnen Materialien
 

C.

Dampfsperre
Eine Dampfsperre muss unbedingt verlegt werden.
 

D.

Oberflächentemperatur
Die Oberflächentemperatur sollte 26°C (Herstellerabhängig) nicht überschreiten, da sonst das Material übertrocknet und die Harze im Laminat spröde werden können.

Das auslegen von Teppiche oder Läufer sollte unterlassen werden, da es sonst zu Hitzestaus kommt.

 

E.

Untergrund
Grundsätzlich gelten alle Anforderungen eines ungeheizten Estrichs auch bei einem beheizten Estrich. Zusätzlich ist jedoch der Estrich unmittelbar vor der Verlegung nach einem bestimmten Schemaaufzuheizen. Dies muss in schriftlicher Form festgehalten werden (Aufheizprotokoll des Zentralverbandes für Parkett). Weiterhin ist der Untergrund auf seinen Feuchtegehalt hin zu prüfen. Grenzwerte sind zwingend einzuhalten. Bei Zementestrich ist dieser Grenzwert 1,8% bei Calziumsulfatestrich 0,3%.
 

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Stand: 27. Februar 2009