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| Eiche / Stieleiche |
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| Eiche / Stieleiche |
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| Handelsanamen: |
Sommereiche,
Früheiche (Deutschland); European oak (Großbritanien); Chêne blanc, Chêne
pédoncule, Gravelin (Frankreich); Farnia, Rovere (Italien); Carballo
(Spanien); Europees eiken (Niederlande); Skogsek (Schweden); Kissa mese
(Türkei); Ballud aswad ingilizi (Arabien).
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| Botanische
Bezeichnung: |
Quercus pedunculata Ehrh.
Quercus robur L.
Quercus femina Mill.
Quercus fructipendula Schrank.
Quercus germanica Lasch.
Quercus pedunculiflora K. Koch.
Quercus racemosa Lam.
Quercus robur pedunculata Martyni.
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| Vorkommen: |
Die Stieleiche ist
fast über ganz Europa verbreitet, und zwar in Norwegen bis zum 63. Grad
nördlicher Breite und in Russland bis zum 57. Grad nördlicher Breite, wie
auch im Kaukasus und in Kleinasien, ferner im Süden bis nach Mittelspanien,
Sizilien und Kreta.
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| Charakter: |
Der Baum erreicht
ein hohes Alter von mehreren hundert Jahren. Bei günstigen Standorten wird
er bis 50 m hoch bei Durchmessern bis zu 200 cm, gewöhnlich aber kürzer und
schwächer. Der Schaft ist durchweg gut gewachsen, häufig drehwüchsig und bis
15 m astfrei. Die Rinde ist dick, tief längsrissig und dunkelgrau. Der Name
Stileiche leitet sich davon ab, dass die Früchte (Eicheln) jeweils bis zu 3
Stück an einem bis etwa 8 cm langen stiel vereinigt sind. - Splint und
Kernholz sind scharf getrennt. Der Splint ist im allgemeinen schmal und
gelblichweiß. Da er nicht witterungsfest ist, hat er wirtschaftlich keine
Bedeutung und wird vor der Verarbeitung entfernt. Das Kernholz ist im
frischen Zustande graugelb, später an der Luft auf hell- bis dunkelbraun
nachdunkelnd. Jahresringe und Zuwachszonen nicht klar hervortretend. Die
Poren bilden im Frühholz des Jahresringes eine ununterbrochene Querzone.
Markstrahlen breit und sehr deutlich erkennbar. Sie bilden im
Quartierschnitt ungleich große und verschieden geformte „Spiegel“, die für
die Eiche charakteristisch sind. Das Holz hat im frischen Zustande einen
etwas säuerlichen Geruch, aber keinen besonderen Geschmack. Die Struktur ist
je nach Standort und Alter unterschiedlich, gewöhnlich gerad- bis
drehwüchsig, die Textur ebenfalls unterschiedlich von feinjährig bis grob.
Die Trocknung vollzieht sich langsam, wobei je nach Struktur eine geringere
oder stärkere Tendenz zum Reißen und zur Rissbildung gesteht. Das Holz
schwindet wenig und ist – mit Ausnahme des Splintes – sehr dauerhaft, auch
bei Verwendung im Freien, im Boden und im Wasser. Es ist sehr
gerbstoffhaltig und wird durch Eisenteile stark verfärbt. Die im Holz
enthaltene Gallussäure frisst Eisennägel an. Das Holz neigt auch nach der
Trocknung noch zur Rissbildung, besonders zu Frost- und Schälrissen,
Ringschäle u. ä. und wird auch von Insekten befallen. Es ist schwer, fest,
hart und zäh. Es übertrifft an Festigkeit, Elastizität und Haltbarkeit alle
anderen europäischen Holzarten, mit Ausnahme der Lärche. Es lässt sich
leicht spalten und mit allen Werkzeugen gut und leicht bearbeiten. Gehobelte
Flächen werden sehr glatt und lassen sich oberflächenmäßig mit allen Mitteln
gut behandeln. Auch gut zu messern. Ja nach Struktur unterschiedet man
„milde“ und „harte“ Eiche. Je breiter die Jahresringe sind, je härter und
schwerer ist das Holz; je enger die Jahresringe sind, je leichter und milder
ist das Holz.
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| Verwendung: |
Je nach Ausfall
richtet sich auch die Verwendung des Holzes. Hartes Holz dient als
bevorzugtes Bau- und Konstruktionsholz auch mit größter Beanspruchung im
Innen- und Außenbau, Karosserie-, Wasser-, Werft-, Brücken- und Schiffsbau,
zu Eisenbahnschwellen, Holzpflaster, Bauschreinerei, Fenster, Türen,
Rahmenwerk, Parkett und Fußbuden, wie auch in der Böttcherei, zu
landwirtschaftlichen Geräten und stielen; mildes, weiches Holz dagegen zu
erstklassigem Innenausbau, Möbelschreinerei, Schnitzereinen, Drechslereien,
hochwertigen Messerfurnieren etc. – Das Kernholz enthält ca. 5 – 10 %
Gerbstoff. Vor allem enthält die Rinde junger Bäume viel Tannin. So dient
Eiche auch zur Gerbstoffgewinnung und zur Bereitung von Holzessig.
Spezifisches Gewicht je nach Struktur zwischen 0,43 und 0,96 im Mittel 0,69
bei 15% Feuchtigkeitsgehalt.
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| Holzhärte
Brinell Härte |
Die so genannte
Brinell Härte gibt die durchschnittliche Druckfestigkeit (Härte) einer
Holzart an. Gemessen wird dabei in der Regel quer zur Holzfaser, da die
Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden
werden die Klötze "stehend" eingebaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung
ist höher als die quer zur Faserrichtung.
Für Eiche beträgt die durchschnittliche Brinell Härte 34 N/mm². Bei
Holzpflaster kann ein durchschnittlicher Wert von 66 N/mm² angegeben werden. |
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