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| Jatoba |
Lexikon - www.holz.store.de |
| Jatoba |
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| Handelsanamen: |
Courbaril
(Großbritannien, Frankreich)
West-Indian locust (Großbritannien)
Imeneo (Italien)
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| Botanische
Bezeichnung: |
Hymenaea courbaril L.
Hymenaea davisii Sandw.
Hymenaea aminifira Stokes.
Hymenaea resinifera Salisb.
(Familie: Leguminsoae Caesalpiniodeae)
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| Herkunftsnamen: |
Shagaret el
garad al amerikiyah (Arabien); Jatoba, Jutahi, Yataiba (Brasilien);
Copal (Ecuador); Marbre (Guadeloupe); Locust, Cimiri, Kwanari, Simri, Itaiba
(Guayana); Jengi kendra, Julchihout (Sutinam); Avati (Paraguay); Nazareno
(Kulumbien); Guapinol, Coapinal (Mexiko); Quapinole (Porto Rico); Copinol
(San Salvador); Corobore (Venezuela); Algarrobo, Legno lucusta (West-Indien)
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| Vorkommen: |
Weit verbreitet über das
tropische Mittel- und Südamerika von Mexiko bis zum
Amazonas-Becken, meist vergesellschaftet mit anderen Laubholzarten.
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| Charakter: |
Ein großer Baum mit
Höhen bis 30 m und Durchmesser zwischen 100 und 180 cm, selten mehr. Der
Schaft hat starke Wurzelanläufe, ist sehr gerade und zylindrisch gewachsen
und bis 20 m astfrei. Die Rind ist bis 3 cm stark, sehr glatt, äußerlich
hellbraun, innen rot. Sie ist sehr fest und zäh und wird von den
Eingeborenen zum Bau von Kanus verwandt. Bei älteren Stämmen scheidet die
Rinde in den Boden ein gelbliches bis orangefarbenes Harz aus, das verhärte
und von so genannten Kopalgräbern gesammelt wird. Diese Kopalharz, auch
Animi-Gummi genannt, wird medizinisch und technisch verwandt und soll auch
einen größeren Gerbstoffgehalt haben. Splint und Kernholz sind scharf
getrennt. Der Splint ist breit und fast weiß oder grau. Das Kernholz ist im
frischen Zustande orangebraun bis violett und dunkelt schnell auf
rötlichbraun nach. Es ist meist sehr dekorativ mit dunkleren Adern
durchzogen. Die Gefäße haben
Einla-gerungen von Kalziumoxalat - Kristallen.
Jahresringe sind nur mit der Lupe erkennbar. – Die Struktur des Holzes ist
meist geradfaserig, wobei allerdings geringer Drehwuchs vorkommen kann. Die
Textur ist mittelfein und nicht immer gleichmäßig. Die Trocknung vollzieht
sich langsam, wobei Rissbildung und Deformation kaum auftreten. Es gleicht
in dieser Hinsicht dem Black Walnut (s. d.). Es schwindet wenig und ist
witterungsfest. Bei Verbindung mit dem Boden gilt Courbaril allerdings als
weniger dauerhaft. Das Holz ist hart, schwer, dichtfaserig und sehr fest und
elastisch. In seinen mechanischen Eigenschaften kommt es de Teak, der Eiche
und den australischen Eukalyptus Arten sehr nahe. Es wird daher auch häufig
und irreführend als „West-Indian Teak“ bezeichnet, obgleich es mit Teak
nicht verwandt ist. Die Bearbeitung ist bei der Härte des Holzes relativ
leicht durchzuführen, allerdings stumpfen die Werkzeuge ziemlich schnell.
Auch ist die Qualität durch manche innere Fehler des Holzes beeinträchtigt.
Gehobelte Flächen werden sehr glatt und lassen sich sehr gut polieren. Die
Oberflächenbehandlung bereitet auch sonst keine Schwierigkeiten. Leim und
Schrauben und Nägel halten gut. Infolge der Kristall Einlagerungen ist
Courbaril zu Schäl- und Messerzwecke weniger geeignet, obgleich es in
Amerika auch zu Furnieren verwandt werden soll. Erwähnenswert ist noch die
gute Biegefestigkeit des Holzes nach längerer Dämpfung, wobei es dem Hickory
ähnlich ist. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 1.100 kg/cbm,
Spezifisches Gewicht 0,85 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.
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| Verwendung: |
Für praktisch alle Innen
und Außenzwecke, besonders im Boots- und Schiffsbau, zu Turngeräten, für
Treppen, Parkett und Fußboden, Bau- und Möbelschreinerei, Kunsttischlerei,
Innenausbau, Drechslerei etc. In Amerika wird es auch als Ersatz für
Robinie, Hickory und Eiche verwandt.
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| Handel |
Lieferungen erfolgen
meist als Rundholz, jedoch ist der Import bisher unbedeutend.
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| Holzhärte
Brinell Härte |
Die so genannte
Brinell Härte gibt die durchschnittliche Druckfestigkeit (Härte) einer
Holzart an. Gemessen wird dabei in der Regel quer zur Holzfaser, da die
Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden
werden die Klötze "stehend" eingebaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung
ist höher als die quer zur Faserrichtung.
Für Jatoba beträgt die durchschnittliche Brinell Härte 41 N/mm². |
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