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14.10.2017
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Parkett Schnäppchen 10/2017
07.10.2017
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Kork - Der Rohstoff

 


 

Kork - Ein Wunder der Natur


Was ist Kork

 

Mit dem Begriff Kork wird im allgemeinen Sprachgebrauch das Material aus der Rinder der Korkeiche bezeichnet - meistens mit dem Gedanken verbunden, daraus Flaschenkorken herzustellen. Korkeichen kommen hauptsächlich im Mittelmeerraum vor. Die Anbauzentren befinden sich in Portugal und Spanien, aber auch in Marokko, Südfrankreich, Italien, Nordafrika und Algerien ist die Korkeiche anzutreffen. Außerdem gibt es Korkbäume im asiatischen Raum. Dort ist die Korkeiche unter dem Namen Amur-Korkbaum bekannt

Rinde der Korkeiche

 

Korkeichen Hain

 

Die Kork-Ernte

 

Wie schon oben erwähnt wird der Kork aus der Rinde der Korkeichen gewonnen. Dazu muss die Korkeiche nicht gefällt werden. Korkeichen werden ca. alle neun bis zehn Jahre geschält. Darunter versteht man das vorsichtige ablösen der knorrigen Rinde vom Stamm der Korkeiche. Dafür ist äußerstes Geschick und Erfahrung erforderlich denn die sehr dünne Schicht der Korkmutterzellen (Phellogen) darf nicht verletzt werden. Würde dies geschehen könnte die Korkeiche keine neue Rinde bilden und der Baum würde absterben.

 

Korkernte

Wenn die Rinde der Korkeiche genügend dick geworden ist (ca. 2 bis 3cm) bzw. die Korkeiche das Alter von 20 Jahre erreicht hat, wird das erste mal geschält. Mit jedem Schälen der Korkeiche wird die Qualität der Rinde besser. Eine Korkeiche wird ca. 150 bis 200 Jahre wirtschaftlich genutzt. Das bedeutet, sie wird bis zu 20 mal geschält, bevor die Qualität der Korkrinde zu schlecht zur Weiterverarbeitung wird.

 

Nach dem Schälen wird die Rinde vorsortiert und auf Sammelplätzen ca. 6 Monate an der Luft getrocknet. Danach erfolgt die Weiterverarbeitung. Dazu werden die Rindenstücke ca. eine Stunde in Wasser gekocht um den Kork geschmeidig zu machen, Gerbstoffe auszuspühlen und Insekten abzutöten. Nach dem Kochen werden die Rindenstücke in dunklen, klimatisierten Hallen ca. drei Wochen lang gelagert und getrocknet. Weitere Ausführungen zur Verarbeitung zu Korkparkett erhalten Sie hier...

 

Kork - Herausragende Eigenschaften

 

Schon viele hundert Jahre wird Kork als ideales Material für unterschiedlichsten Produkte verwendet. Schon früh erkannte man die vielfältigen positiven Eigenschaften dieses Naturproduktes. So ist Kork äußerst komprimierbar und damit elastisch, gegen Abnutzung und Rissbildung außerordentlich wiederstandsfähig, wasserdicht und beständig gegen zahllose Chemikalien. Kork ist außerdem sehr gut schall- und wärmedämmend, leicht und dauerhaft, weiterhin angenehm zu berühren und anzusehen.

 

Ein Stück Kork von der Größe eines Würfelzuckers enthält ca. 30 Millionen Luftzellen. Dieser Umstand verleiht dem Kork die oben genannten positiven Eigenschaften. Sie machen ihn außerdem wertvoll und zum idealen Werkstoff im Baubereich.

 

 

Da Kork kein Wasser aufnimmt ist er für Feuchträume sehr gut geeignet, dabei robust und pflegeleicht. Durch die Vielzahl an Zellen im Kork ist er fußwarm und schalldämmend. Die Korkzellen sind in sich geschlossen. Dadurch kann Staub und Schmutz nicht eindringen und von der geschlossenen Oberfläche leicht entfernt werden. Das macht Kork auch antibakteriell und für Allergiker als Bodenbelag besonders reizvoll. Die Verlegung von Kork-Bodenbelägen ist schnell zu realisieren. Ob es sich um ein Korkparkett (auch Klebekork genannt) handelt oder um ein Kork-Fertigparkett, jede Variante lässt sich durch einen geschickten Heimwerker oder durch den Fachmann problemlos verlegen. Die Struktur der Korkböden wird durch die Korngröße der geschroteten Korkrinde bzw. dem aus der Korkrinde geschälten Furnier bestimmt. Korkböden können zudem auch farblich gestaltet werden. Dabei werden die Deckfurniere der Korkplatten eingefärbt.

 

Kork als Korkparkett (Klebekork) kann in Kellerräumen, im Kinder- und Schlafzimmer allen Wohnäumen sowie im Bereich Küche und Bad verlegt werden. Auch in Kindergärten, in Büros und Ausstellungsräumen hat Korkparkett seinen Platz gefunden.

 

Bei der Verlegung von Kork-Fertigparkett muss beachtet werden, dass die Trägerplatte (meist als HDF Holzwerkstoff-Platte im Einsatz) der "Schwachpunkt" des Bodenbelages ist. Sie nimmt gegenüber dem Kork selbst Feuchtigkeit auf und neigt dabei zu starker Verformung. Kork-Fertigparkett ist demnach für den Einsatz im Wohnbereich und in mäßig genutzten Büros geeignet. Nicht zu empfehlen ist der Einsatz im Kellerbereich und in Bereiche wo mit Feuchtigkeit zu rechnen ist z.B. im Bad.

 

Nahezu jeder mit Kork belegte Boden wird verbessert. Dazu tragen die trittelastischen-, wärme- und schalldämmenden Eigenschaften von Kork bei. Außerdem reguliert Kork die klimatischen Bedingung in Räumen erheblich. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kork sehr gut elektrisch isoliert und bei Stromschlägen meist keine Verletzungsgefahr für Menschen besteht. Unbeschichteter Kork lädt sich elektrostatisch nicht auf. Kork wird als Trittschaldämmung unter weiteren Bodenbelägen verwendet. Somit können Korkböden (2 - 8 mm stark) unter vielen Bodenbelägen verbleiben bzw. neu verlegt werden.

 

Kork unterliegt einer sehr langsamen Alterung. Er behält somit für viele Jahre seine guten Eigenschaften. Ein negativer Einfluss für Kork ist nachhaltige Lichteinstrahlung. Dadurch werden Korkböden naturbedingt heller. Auch innerhalb einer Charge können Helligkeits-Unterschiede bzw. Farbschwankungen auftreten. Korkböden sind für weiche Stuhlrollen (zweifarbige Rollen - einfarbigen harten Rollen verursachen sehr hohen Verschleiß am Bodenbelag) geeignet. Es ist jedoch zu empfehlen, bei der Verwendung von Stühlen mit Rollen eine Schutzunterlage auszulegen.

 

 

 Naturboden & Türen Fründ | Fachhandel, Parkettstudio, Beratung, Verlegung
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Seite aktualisiert am: 04.01.2012 um 11:37.