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Parkett Schleifen

Massives Parkett wird in den häufigsten Fällen roh und naturbelassen auf die Baustelle geliefert. Das Schleifen von Holzböden erfolgt insofern bauseitig nach der Verlegung. Zu den roh gelieferten Parkettarten zählen Stabparkett, Mosaikparkett, Industrieparkett und Lamparkett. Aber auch Massivholzdielen, Holzpflaster und in einigen Fällen Dreischicht Landhausdielen werden mit unbehandelter Oberfläche geliefert. Infolgedessen schleifen wir Parkettleger das Parkett und gestalten die Oberflächen in Absprache mit der Bauherrschaft.

Voraussetzungen

Bevor mit dem Parkett Schleifen begonnen wird, muss der Holzboden fachgerecht verklebt sein. Dies betrifft alle Parkettböden, welche auf einem Estrich verlegt wurden. Der verwendete Klebstoff muss ausreichend abgebunden und somit trocken sein. Für auf Balkenlage geschraubte Massivholzdielen, trifft die fachgerechte Installation ebenfalls zu.

Wir empfehlen für das Schleifen von sichtbar genagelten, alten Massivholzdielen, die Nägel zu versenken. Infolgedessen bleiben die Nagelköpfe erhalten und werden nicht beschädigt.

Schleifmaschinen und Schleifmittel

Vor dem Schleifen eines Holzbodens muss ausreichend Schleifpapier geeigneter Körnungen vorgehalten werden. Auch die Wahl der geeigneten Schleifmaschine ist von Wichtigkeit. Für das Schleifen der Fläche kommt eine Walzenschleifmaschine (Lägler Hummel) und für die Ränder ein Randschleifer (Festool RAS 180 oder Lägler Flip) zum Einsatz. Es gibt jedoch auch moderne Tellerschleifmaschinen (Pallmann Spider), welche als Allrounder sehr gute Schleifergebnisse liefern. Diese Maschinen sind durch ihre besondere Technik mit mehreren kleinen Schleiftellern ausgestattet. Dadurch sind sie unter anderem in der Lage, gleichgerichtet und auch richtungsfrei zu schleifen. Außerdem hat die Pallmann Spider den großen Vorteil, mit externen Gewichten den Schleifdruck auf das Holz zu erhöhen. Infolgedessen ist ein sehr differenziertes, auf die Holzart und nachfolgende Oberflächenbehandlung abgestimmtes Schleifbild erreichbar. Zum Schleifen von kleinen Ecken und Kanten eignet sich unter anderem ein Deltaschleifer. Dieser besitzt einen dreieckigen Schleifaufsatz. Folgerichtig ist er zum Ausarbeiten von Ecken besonders gut geeignet.

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Alle zu schleifenden Holz- und Parkettböden müssen gemäß DIN 18356 fachgerecht u.a. auf ihre Holzfeuchte und Tragfähigkeit hin geprüft werden.

Schleifen von Parkettböden und Massivholzdielen

Vor dem Arbeitsbeginn muss klar sein, dass Schleifspuren auf Parkett oder Massivholzdielen zu vermeiden sind. Sie werden nach dem Schleifen vor allem dann sichtbar, wenn Holzböden geölt oder koloriert werden. Daher ist insbesondere bei weichen Holzarten oder entsprechenden Oberflächengestaltungen Vorsicht und Umsicht beim Schleifen geboten.

Schleifmittel und Schleiffolge

Für das Schleifen stehen Schleifbänder und Schleifscheiben mit unterschiedlichem Korund zur Verfügung. Am gebräuchlichsten sind Schleifmittel mit Normalkorund, Zirkon und Keramik. Bei neu verlegten Parkettböden hat sich folgende Schleiffolge bewährt: Grobschliff mit Körnung 36 oder 40 sowie der Mittelschliff mit Körnung 60. Das Schleifmittel ist je nach Holzart zu wählen. Nach dem Mittelschliff steht das Kitten des Parkettfußbodens an. Dazu verwenden wir Parkettleger den aufgefangenen Schleifstaub und eine Fugenkittlösung. Nach dem Kitten des Parkettbodens wird das Schleifen fortgesetzt. Es handelt sich um den Feinschliff. Hier empfiehlt es sich mit Körnung 80 bis 100 zu arbeiten. Je nach Oberfläche empfehlen wir, bis Körnung 120 zu schleifen.

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